Vorstellung – „Personal Remote Desktop“ für (fast) alle Hardwareplattformen und Betriebssysteme

Heute möchte ich euch die meiner persönlichen Meinung nach sehr gute ‚Personal Remote Desktop‘ Software der Firma ‚NoMachine‚ vorstellen.

Die Software ist zwar kein Opensource, kann jedoch kostenlos genutzt werden und ist für fast alle Betriebssysteme und Hardwareplattformen (auch Raspberry Pi2 und Odroid XU3…/XU4 mit GUI) inkl. Android und IOS (nur Clients) verfügbar.

Die Linuxnutzer unter euch kennen vielleicht die freien Linux ‚Remote Desktop‘ Lösungen ‚x2go‘ oder ‚freenx‘. Beiden Projekte beruhen auf der, von NoMachine entwickelter, NX-V3 Technologie.

Seit einiger Zeit entwickelt und vertreibt NoMachine die Nachfolge-Software ‚NX-V4‘, deren Serverkomponente nun, ebenso wie die Clientsoftware, nicht nur auf Linux-, sondern auch auf Windows- (inkl. Windows Home) und Mac-Systemen betrieben werden kann.

Ich nutze die Software bereits seit zwei Jahren und bin damit sehr zufrieden. Sie dient mir sowohl als ‚Private Remote Desktop‘-Lösung beim Zugriff auf meine eigenen Rechnersysteme (im lokalen Netzwerk und per VPN), wie auch zum Support für Freunde und Bekannte. Haben die Probleme mit ihrem Rechner, kann ich mich mit Hilfe der Software auf den Desktop des Rechners ‚aufschalten‘ und Hilfestellung leisten. Das funktioniert so gut, dass ich die Software jeder anderen Remote-Lösung wie z. B. Teamviewer vorziehe.
Nebenbei erwähnt ist es mit Hilfe des Programmes auch möglich remote auf Computer mit ‚Windows Home‘ als Betriebssystem zu zugreifen.

Die Installation der Software ist auf allen unterstützten Computersystemen sehr einfach, auch für Computerlaien, durchzuführen.

Die Programmpakete für Linux, Windows und Mac OS enthalten sowohl die Server-, wie auch die Client-Komponente des Programms. Damit kann jeder Rechner (inkl. Raspberry Pi2 oder Odroid XU3…/XU4 mit GUI) sowohl als Client, wie auch als Server betrieben werden. Lediglich die Apps für Android und IOS sind nur als Clients verfügbar.

 

Die Serverkomponente wird beim hochfahren des Rechners automatisch gestartet und muss zum Betrieb erstmal nicht konfiguriert werden.

Wird auf einem Rechner im lokalen Netzwerk oder auf einem per VPN verbundenen  System der NoMachine-Client gestartet sucht die Software automatisch nach Rechnern mit betriebsbereiter NX-Serverkomponente und zeigt diese im Programmfenster an. Zur Verbindungsaufnahme genügt es einen der Server anzuwählen und einen gültigen Benutzernamen mit zugehörigem Passwort einzugeben.

 

Falls bereits ein anderer Benutzer am Server angemeldet ist, wird aufdessen Desktop eine Meldung eingeblendet. Die besagt, dass ein anderer Benutzer Zugriff auf den Desktop einfordert. Er hat nun die Optionen den Zugriff abzulehnen, den Zugriff zu gewähren, oder aber dem neuen Benutzer einen ’nur schauen‘ Zugriff zu gewähren.

Neben dem Zugriff auf den Desktop des Servers können auch Daten zwischen Client und Server ausgetauscht werden und Laufwerke von Client und Server eingebunden werden.

Zum Datenaustausch zwischen Client und Server genügt es das ‚NoMachine‘-Icon in der Statusleisten des Desktops anzuwählen, die rechte Maustaste zu drücken und aus dem Kontextmenü die gewünschte Option auszuwählen.

Zur Übertragung von Dateien vom Client zum Server wird der Punkt ‚Kundendatei senden‘ und zum umgekehrten Dateitransfer ‚Eine Datei vom Server herunterladen‘ ausgewählt.

Neben der Übertragung von Dateien wird auch das bidirektionale Einbinden von Laufwerken zwischen Client und Server unterstützt.

 

Bei aller Begeisterung für die ‚Private Remote Desktop‘-Software muss ich allerdings auch einen kleinen Negativpunkt erwähnen. Der betrifft allerdings nur Nutzer meiner ‚Guacamole‘ SD-Card Images für den Raspberry Pi2 und Odroid XU3/XU4 Minicomputer. Nach der Installation der NoMachine Software ist Guacamole nicht mehr lauffähig. M. E. ist dieses Problem, da der NoMachine ‚Private Remote Desktop‘ Guacamole mehr als ersetzt und auch Filetransfers zwischen Client und Server kein Problem sind,  zu vernachlässigen.