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Cubieboard3 – Lubuntu Server – Richtige Netzwerkeinstellungen mit Hilfe von Windows herausfinden

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Nach der Übertragung des Lubuntu-Server Images auf eine SD-Karte müssen die Netzwerkeinstellungen an die lokalen Gegebenheiten im Computernetzwerk angepasst werden.

Da dies einigen Anwendern Probleme bereitet, zeige ich in diesem kleinen Tutorial wie ihr die notwendigen Informationen mit Hilfe von Microsoft Windows herausfinden könnt.

Im Gegensatz zu einem Desktopsystem benötigt ein Server eine feste IP-Adresse. Nur so ist sichergestellt, dass die Clients ihn auch nach einem Reboot des Servers unter der gleichen IP-Adresse erreichen können.

Zur Konfiguration der Netzwerkeinstellungen werden neben der IP-Adresse folgende Angaben benötigt:

  • Subnetzmaske des lokalen Netzwerkes
  • IP-Adresse des Standardgateways im lokalen Netzwerk
  • IP-Adresse des DNS-Nameservers

Mit Hilfe von Microsoft Windows lassen sich die benötigten Angaben ohne großen Aufwand herausfinden. Ein Kommandozeilenfenster und zwei Befehle reichen dazu aus.

Schritt 1
Kommandozeilenfenster öffnen (unter Windows 7 Startmenü => Ausführen => cmd eingeben und den OK-Button auswählen)

 

Schritt 2
mit Hilfe des Befehls <ipconfig> Subnetzmaske und Standardgateway im lokalen Netzwerk herausfinden

c:\ipconfig
Windows-IP-Konfiguration

Ethernet-Adapter LAN-Verbindung:
Verbindungsspezifisches DNS-Suffix: local.net
Verbindungslokale IPv6-Adresse . : fe80::ce52:afff:fe0e:3cdc/64
IPv4-Adresse . . . . . . . . . . : 192.168.33.21
Subnetzmaske . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Standardgateway . . . . . . . . . : 192.168.33.1

 

Schritt 3
mit Hilfe des Befehls <nslookup> die IP-Adresse des DNS Servers im lokalen Netzwerk herausfinden

c:\nslookup stefanius.de
Server:  dns.local.net
Address:  192.168.33.1

Name:    stefanius.de
Addresses:  2001:8d8:1000:f03d:ef40:b28b:9916:a805
82.165.185.148

 

Schritt 4
Als letzter Schritt muß eine geeignete IP-Adresse für den Homeserver gefunden werden. Hierbei ist wichtig, dass diese ausserhalb des Adressbereiches liegt, der vom lokalen DHCP Server für die Vergabe von dynamischen IP-Adressen genutzt wird. In kleinen, privaten Netzwerken ist der Router oftmals zugleich der DHCP-Server, so dass über das Webinterface des Routers auch der Adressbereich für die DHCP-Adressvergabe herausgefunden kann.
Als Beispiel das DHCP-Einstellmenü einer Fritzbox (erreichbar über Heimnetz/Netzwerk/Netzwerkeinstellungen/IPv4-Adressen)
screenshot-015
Wie zu erkennen ist vergibt der DHCP-Server IP-Adressen von 192.168.33.22 bis 192.168.33.99 . Die 192.168.33.1 ist die IP-Adresse der FritzBox. Wenn sich keine anderen Computer mit fester IP-Adresse im lokalen Netzwerk befinden, kann für den Homeserver eine Netzwerkadresse zwischen 192.168.33.2 und 192.168.33.21 oder zwischen 192.168.33.23 bis 192.168.33.254 gewählt werden.
Ich wähle als IP-Adresse für den Homeserver die 192.168.33.9

 

Daraus ergeben sich folgende Einträge in der Datei /etc/network/interfaces

auto lo
iface lo inet loopback
allow-hotplug eth0
auto eth0
iface eth0 inet static
#    hwaddress ether 02:12:34:56:78:90
      address 192.168.33.9
      netmask 255.255.255.0
      gateway 192.168.33.1
      dns-nameservers 192.168.33.1
#iface eth0 inet dhcp
#     hwaddress ether 02:12:34:56:78:90

Anmerkung:
Den Eintrag hwaddress ether 02:12:34:56:78:90 lasse ich, da z. Z. für den Homeserver keine feste Ethernetadresse  benötigt wird, weiterhin „kommentiert“

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