Cubieboard2

Cubieboard – Rootfs auf SATA-Festplatte/SSD verschieben

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Cubieboards verfügen über einen SATA-Anschluss, so dass es sich anbietet eine SATA-Festplatte oder eine SATA-SSD daran anzuschließen und das Rootfs darauf zu übertragen.

Wie das gemacht wird, zeige ich im folgenden Tutorial.

Cubieboards sind aufgrund technischer Beschränkungen leider nicht in der Lage vollständig von der SATA-Schnittstelle zubooten. Die Bootpartition muss sich entweder im NAND-Speicher oder auf einer microSD-Karte befinden. Nur das Rootfs kann auf eine SATA-Festplatte/SSD ausgelagert werden.

Nachfolgend beschreibe ich die notwendigen Arbeitsschritte zur Auslagerung des Rootfs auf eine SATA-Festplatte/SSD. Die Anleitung ist für alle Cubieboards gültig

Schritt 1 – SATA-Festplatte/SSD am (ausgeschaltetem) Cubieboard anschließen

Schritt 2 – Cubieboard starten, Anmelden und per sudo -i zum Benutzer root wechseln

Welcome to Ubuntu 14.04 LTS (GNU/Linux 3.4.79-sun7i+ armv7l)
* Documentation: https://help.ubuntu.com/
Last login: Thu Apr 24 09:32:23 2014
linaro@cubietruck:~$ sudo -i

Schritt 3 – Überprüfung ob die SATA-Festplatte/SSD verfügbar ist

root@cubietruck:~# cat /proc/partitions
major minor #blocks name
93 0 7520256 nand
93 1 16384 nand1
93 2 16384 nand2
93 3 16384 nand3
93 4 524288 nand4
93 5 524288 nand5
93 6 16384 nand6
93 7 32768 nand7
93 8 327680 nand8
93 9 16384 nand9
93 10 262144 nand10
93 11 5750784 nand11
8 0 244198584 sda
8 1 244197560 sda1
179 0 7761920 mmcblk0
179 1 65536 mmcblk0p1
179 2 3276800 mmcblk0p2

Ist eine SATA-Festplatte/HDD vorhanden, hat diese immer sda als Gerätebezeichnung.  Eventuell vorhandene Partitionen sind durch sda gefolgt von einer Ziffer gekennzeichnet. In diesem Beispiel ist auf der Festplatte eine Partition (sda1) vorhanden.

Schritt 4 – Löschen der vorhandenen Festplattenpartition und anlegen einer neuen Festplattenpartition

root@cubietruck:~# fdisk /dev/sda
Command (m for help): d
Selected partition 1
Command (m for help): n
Partition type:
p primary (0 primary, 0 extended, 4 free)
e extended
Select (default p): p
Partition number (1-4, default 1):
Using default value 1
First sector (2048-488397167, default 2048):
Using default value 2048
Last sector, +sectors or +size{K,M,G} (2048-488397167, default 488397167):
Using default value 488397167Command (m for help): w

Anmerkung:
d = löschen der vorhandenen Partition (nur notwendig wenn bereits eine Partition vorhanden ist)
n = Anlegen einer neuen Partion (alle Vorgaben mit <Enter> -Taste bestätigen)
w= verlassen von fdisk und schreiben der neuen Partitionstabelle

Schritt 5 – Formatieren der Festplattenpartition mit dem Dateisystem ext4

root@cubietruck:~# mkfs.ext4 /dev/sda1
mke2fs 1.42.9 (4-Feb-2014)
Dateisystem-Label=
OS-Typ: Linux
Blockgröße=4096 (log=2)
Fragmentgröße=4096 (log=2)
Stride=0 Blöcke, Stripebreite=0 Blöcke
15269888 Inodes, 61049390 Blöcke
3052469 Blöcke (5.00%) reserviert für den Superuser
Erster Datenblock=0
Maximale Dateisystem-Blöcke=0
1864 Blockgruppen
32768 Blöcke pro Gruppe, 32768 Fragmente pro Gruppe
8192 Inodes pro Gruppe
Superblock-Sicherungskopien gespeichert in den Blöcken:
32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208,
4096000, 7962624, 11239424, 20480000, 23887872
Platz für Gruppentabellen wird angefordert: erledigt
Inode-Tabellen werden geschrieben: erledigt
Erstelle Journal (32768 Blöcke): erledigt
Schreibe Superblöcke und Dateisystem-Accountinginformationen: erledigt

Schritt 6 – Anlegen von Verzeichnissen zum temporären Einhängen der Partitionen der SD-Karte und der SATA-Festplatte

root@cubietruck:~# mkdir /tmp/sd1
root@cubietruck:~# mkdir /tmp/sd2
root@cubietruck:~# mkdir /tmp/hdd

Schritt 7 – Temporäres Einhängen der Partitionen der SD-Karte und der SATA-Festplatte

root@cubietruck:~# mount -t ext2 /dev/mmcblk0p1 /tmp/sd1
root@cubietruck:~# mount -t ext4 /dev/mmcblk0p2 /tmp/sd2
root@cubietruck:~# mount -t ext4 /dev/sda1 /tmp/hdd

Schritt 8 – Kopieren des Rootfs von der 2.Partition der SD-Karte auf die SATA-Festplatte

root@cubietruck:~# (cd /tmp/sd2; tar –backup -c *) | tar -C /tmp/hdd -xv

Achtung!! vor backup müssen zwei Minuszeichen gesetzt werden (ist aufgrund Beschränkungen der Schriftart oben leider nicht ersichtlich)

Schritt 9 – Zur Nutzung des Rootfs von SATA-Festplatte Datei „uEnv.txt“ auf der Bootpartition der SD-Karte editieren

root@cubietruck:/# nano /tmp/sd1/uEnv.txt

Schritt 10 – In der Datei Zeile „root=/dev/mmcblk0p2“ in „root=/dev/sda1“ ändern

Schritt 11 – Datei abspeichern und Editor schliessen

zum Speichern: gleichzeitiges Drücken der <strg>-Taste und „O“
zum Schließen des Editors: gleichzeitiges Drücken der <strg>-Taste und „X“

Schritt 12 – Reboot ausführen = Abschluß der Arbeiten

root@cubietruck:/# reboot

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